Aktuelles

02. Juni 2016
Eröffnung der Radroute "Historsiche Stadtkerne NRW"
Altes Steinwehr, Lippstadt
Altes Steinwehr, Lippstadt

GIEBEL|STÜRMER, MUSEUMS|FAHRER, GASSEN|SCHAUER - auf rund 390km unterwegs durch Westfalen.

Herzlich einladen möchten wir Sie zur Eröffnung der Radroute "Historische Stadtkerne NRW" am    18. Juni 2016 auf den Rathausplatz nach Lippstadt.

In einem bunten Programm (s. pdf zum Download) stellen sich zwichen 10.00 Uhr und 16.00 Uhr die neun an der Radroute beteiligten Städte von ihrer schönsten Seite vor. Außerdem beleuchten qualifizierte Partner wie die Verkehrswacht, die Polizei und die RLG (Reginalverkehr Ruhr Lippe) die Themen Verkehrssicherheit und Nahmobilität für Sie.

Unter dem Titel "NAH HERAN HOLEN" präsentier außerdem die Stadt Lippstadt im Rahmen des Tages der Städtebauförderung zwei interessante städtebauliche Projekte.

Wir freuen uns auf einen spannenden Tag mit Ihnen!

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25. Mai 2016
Tradition und Zeitgeist - Baukultur in historischen Stadt- und Ortskernen
Rathaus Kalkar

Die historischen Stadt- und Ortskerne in NRW sind mit ihrem baukulturellen Erbe und ihrer Nutzungsmischung ein maßgeblicher Bestandteil der Identität des Landes. Die Fachtagung am Dienstag, 21. Juni 2016 in Kalkar thematisiert daher Tradition und Entwicklung der gebauten Umwelt im Gestern, Heute und Morgen. Renomierte Referenten aus Theorie und Praxis werden im Rahmen der Tagung Hinweise für die kommunale Handlungspraxis geben und hoffentlich neu inspirieren.

Die Tagung ist von der IKBau mit 5 Stunden und von der AKNW mit 3 Stunden als Fortbildungsveranstaltung anerkannt. Bescheinigungen werden auf Wunsch am Ende der Veranstaltung ausgehändigt.

Das Tagungsprogramm können Sie sich hier als pdf.-Datei herunter laden.

 

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23. Februar 2016
Regionalgruppen-Workshops abgeschlossen

Zur Positionsbestimmung und inhaltlichen Neuausrichtung der Arbeitsgemeinschaft fanden zwischen September 2015 und Januar 2016 in allen sechs Regionalgruppen Workshops statt. Ziel der Workshops war es, die zentralen Themen der Stadtentwicklung in den Mitgliedskommunen zu identifizieren und auf Ebene der Regionalgruppen zu diskutieren. Es entstanden damit regionale Themenportfolios, die im Vergleich aller Regionen eine große Ähnlichkeit zeigen.

In allen Regionalgruppen wurde das Thema Tourismus und Kultur unter Aspekten wie Standards und Qualität, Vermarktungsansätzen und der Inszenierung  für spezifische Zielgruppen intensiv besprochen. Baukultur, Wohnen, Handel und Mobilität in historischen Kernen sind als Faktoren für lebendige Kerne Dauerthemen der Stadtentwicklung. Die Identifikation der Bürger mit den historischen Kernen und ihre Beteiligung an den Entwicklungsthemen wurden darüber hinaus diskutiert.

An den Workshops nahmen insgesamt ca. 90 kommunale Vertreter aus den Bereichen Denkmalpflege, Stadtplanung und -entwicklung, Stadtmarketing und Tourismus sowie der Wirtschaftsförderung teil. Um die gesetzten Themen zu vertiefen, finden im April 2016 überregionale Themenwerkstätten statt. Die Veranstaltungen werden kurzfristig angekündigt.

Mitgliedskommunen finden weitere Informationen im Intranet.

 

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18. November 2015
Kalender

Auch für 2016 steht Ihnen wieder der jeweilige Kalender "Denkmal des Monats" der Regionalgruppe Südwestfalen sowie Ostwestfalen-Lippe als Jahresbegleiter zur Seite. Letzterer wartet - wie bereits sein erfolgreiches Pendant aus Südwestfalen im letzten Jahr - für die kommenden 12 Monate erstmalig mit tollen Luftbildern, aufgenommen von Lippes Luftbildservice Stefan Sieker aus Oerlinghausen, auf. Die Regionalgruppe Südwestfalen präsentiert ihren Kalender 2016 diesmal in einem neuen frischeren Gewand. Zu den ausgewählten Denkmalmotiven der ad08 Fotografie GmbH, Arnsberg, fällt das Jahreswerk mit einem modernen und hochwertigen Layout auf. Wertvolle Hintergrundinformationen zu den gezeigten Bildern sowie wichtige Hinweise zu der Stadt selbst runden das Angebot beider Kalender perfekt ab. Sie dürfen also neugierig sein!

Der Kalender der Regionalgruppe Ostwestfalen-Lippe ist bereits erhältlich. Auf das Druckwerk für Südwestfalen müssen Interessierte noch bis zum 30. November d.J. warten. Verkaufsstellen sind die jeweils beteiligten Städte. Die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne NRW bietet den Denkmalkalender der Region Südwestfalen zusätzlich an. Der Preis ist auf Anfrage zu erfahren.

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18. November 2015
WDR 4 berichtet über Historische Ortskerne

Bedburg-Kaster, Mechernich-Kommern und Stolberg-Breinig standen bei der Berichterstattung im Ratgeber Reisen des Senders WDR 4 im Mittelpunkt. Hören Sie selbst:  Ratgeber Reisen

 

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16. November 2015
Tagung der Netzwerke NRW - Beteiligen in der Stadt



Tagung der Netzwerke NRW                                                                                            "Beteiligen in der Stadt"                                                                                                  12. - 13. November 2015, Arnsberg

Insgesamt ca. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben am 12. und 13. November im Kaiserhaus in Arnsberg die Tagung der Netzwerke NRW besucht. Unter der Überschrift „Beteiligen in der Stadt" diskutierten die Vertreterinnen und Vertreter der Mitgliedskommunen gemeinsam mit Interessierten aus Stadtplanung, Institutionen der Zivilgesellschaft, Politik und Fachinteressierten über verschiedene Formen und Vorgehensweisen einer partizipativen Stadtentwicklung. Am Abend des ersten Tagungstages wurden zudem die „Ab in die Mitte NRW!"-Gewinnerstädte des Jahres 2015 ausgezeichnet.

Michael Groschek, Minister für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, zeigte sich dabei von den eingereichten Konzepten beeindruckt: „Wir haben mit unserem Landeswettbewerb Kommunen gesucht, die durch eigenes Engagement ihre Städte attraktiver machen und dabei auch vorbildlich den Handel und die Bürgerinnen und Bürger einbinden. Unsere Stadtentwicklung braucht jeden Einzelnen! Was möglich ist, wenn sich alle Akteure zusammensetzen und an einem Strang ziehen, das zeigen die Gewinnerstädte in diesem Jahr auf eindrucksvolle Art und Weise. Mein Glückwunsch gilt allen Siegern."

Zuvor hatte die Tagung mit fünf Exkursionen rund um Arnsberg begonnen. Per Bus, zu Fuß oder gar joggend besuchten die Tagungsteilnehmer Projekte in den Stadtteilen Hüsten, Moosfelde, Neheim und Alt-Arnsberg. Zudem gab es für die Besucher der Tagung die Möglichkeit, sich in einer begleitenden Ausstellung über weitere Beteiligungsprojekte aus den Mitgliedsstädten der Netzwerke zu informieren. Die Projektausstellung wurde durch einen Rundgang mit Minister Michael Groschek eröffnet, der sich mit mehreren Akteuren unterhielt.

Nach der Preisverleihung hielt Claudius A. Schmitz, Professor für Handel und Marketing an der Westfälischen Hochschule in Gelsenkirchen einen viel beachteten Vortrag unter der Überschrift „Wir beteiligen uns!? Woran? Mit oder ohne SmartPhone?". Für Aufsehen sorgte dabei insbesondere die Vorstellung einer Umfrage von Prof. Schmitz, die die Vorstellungen von lebenswerten Orten in der Stadt aus der Perspektive einer jungen Generation darstellte und damit bewährte stadtplanerische Ansichten in Frage stellte. Im Anschluss diskutierten Dr. Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes NRW e. V., Axel Funke, Vorsitzender des Vorstands (CEO) der Fokus Development AG und Karl Jasper, Leitender Ministerialrat im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW, über Beteiligungsformate in den Kommunen.

Drei Diskussionsinseln bildeten das Gerüst des zweiten Tagungstages. Unter der Überschrift „Private Initiativen, Einzelhandel und neue Nutzungen" ging es zunächst um den drohenden Bedeutungsverlust innerstädtischer Versorgungszentren. In seinem einleitenden Vortrag stellte Dr. Ares Kalandides (InPolis, Raumplanung und Kommunikation) vor, auf welche Weise auch die lokale Wirtschaft in Beteiligungsformate und Umgestaltungen eingebunden werden kann und sollte. Am Beispiel eines Neuköllner Beteiligungsprojektes, bei dem Frauen mit Migrationshintergrund mit der kreativen Näh-Szene zusammengebracht wurden, forderte er die Teilnehmer auf, auch neue und innovative Wege der Beteiligung zu gehen. Quer denken, heißt die Devise, denn, so wurde deutlich, zwischen der Vorstellung über Beteiligungsprozesse und dessen Realität liegen oft große Unterschiede.

In der zweiten Diskussionsinsel „Urbane Nachbarschaften" ging es zunächst um die Bedeutung zivilgesellschaftlicher Initiative für die Stadtentwicklung und im weiteren Verlauf um die praktischen Erfahrungen der Diskutanten zur Einbindung von Anwohnern. Peter Apel (Planungsbüro Stadtkinder, Dortmund) berichtete wie und warum Jugendliche und Kinder in Prozessen der Stadtentwicklung beteiligt werden sollten. Robert Ambrée (Nachbarschaft Samtweberei Krefeld UNS gGmbH, Montag Stiftung Bonn) stellte das Projekt Samtweberviertel aus Krefeld vor. Mittels durchgängiger Beteiligung und einfach gehaltenen Fördermöglichkeiten soll hier in Kooperation mit den Bürgerinnen und Bürgern sowie lokalen Einrichtungen ein sozial, kulturell und ökonomisch durchmischtes Viertel entstehen, in dem Freiräume für Begegnungen, Kreativität und Bildungsarbeit gehalten werden.

Abschließend wurde unter der Überschrift „Quartiersentwicklung zur Umgestaltung" über die praktischen Erfahrungen zweier Umgestaltungsprojekte berichtet. Ralf Bülte von der Stadt Werne erläuterte anhand der Umgestaltung der Fußgängerzone in Werne, welchen bedeutenden Anteil der Austausch und die Kommunikation mit den Bürgern bei der Entwicklung einer öffentlichen Meinung ausmachen. Mit dem Projekt „Unser Hahnenbach" zeigten Sebastian Ortmann (Emschergenossenschaft) und Michael Wichert (Kita St. Marien - Gladbeck Brauck) eindrucksvoll, welchen Mehrwert eine Kooperation von geeigneten Partnern hervorbringt. Nicht zuletzt ging es auch um die Frage „Was erwarten Bürger von der Kommune?", die Dr. Frank Claus (IKU_Die Dialoggestalter, Dortmund) in den Mittelpunkt seines einleitenden Vortrags stellte.

Nach den Diskussionsinseln wurde den Teilnehmern die Möglichkeit eröffnet, Fragen und Anregungen zu geben. Wie sich zeigte, war das Interesse an den Vorträgen und den vorgestellten Projekten groß, denn interessante und kreative Fragen, Ideen und Diskussionen entstanden aus jedem Thema.

Veranstaltet wurde die Tagung der Netzwerke NRW gemeinsam vom Netzwerk Innenstadt NRW, dem Netzwerk Stadtumbau, dem Städtenetz Soziale Stadt, dem Forum Baulandmanagement, der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne und dem Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes NRW.

Fotos: Fotograf Ralf Emmerich

 

 

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11. November 2015
Lernort Historische Stadt: Raum für Wissen! Raum für Zukunft?


Tagungsbericht
"Lernort Historische Stadt: Raum für Wissen! Raum für Zukunft?"
04. November 2015, Steinfurt

Historische Stadt- und Ortskerne sind wichtige ganzheitliche Lernorte. Als Standorte für Schule, Weiterbildung, kulturelles Erbe und geschichtliche Bildung bieten sie Raum für lebenslanges Lernen. 70 Stadtplaner, Architekten, Denkmalpfleger und Stadtverantwortliche tagten zum Thema „Lernort ‚Historische Stadt': Raum für Wissen! Raum für Zukunft?" in Steinfurt. Deutlich wurde, dass Bildungswesen und Lernkonzepte sich massiv verändern und neue Lernformen auch neue Anforderungen an Schulgebäude stellen. Doch gerade in historisch geprägten Quartieren müssen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen mit den Anforderungen des Denkmalschutzes in Einklang gebracht werden. Neben den Schulgebäuden rücken auch die Stadtquartiere als Sozial- und Bildungsräume in den Mittelpunkt - für alle Altersgruppen. Bildung ist ein zentraler Faktor der zukunftsorientierten Stadtentwicklung, wichtiger Faktor für Chancen und Teilhabe und ausschlaggebend für Standortentscheidungen von Unternehmen und jungen Familien. Das Thema wurde von den Referenten zum Teil auch unter den aktuellen Aspekten im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise als Chance zu Teilhabe und Integration bewertet.

Lern- und Schulkultur im radikalen Wandel
Christian Hausner stellte in seinem Einführungsvortrag die Lern- und Schulkultur der mehrfach ausgezeichneten Evangelischen Schule Berlin Zentrum vor. Die Schule arbeitet seit ihrer Gründung im Jahr 2007 mit der Überzeugung, dass Lernen im lokalen und globalen Umfeld stattfindet. Die Schule ist das Basislager für Wissensaustausch, für das Erlernen demokratischer Kompetenzen und Werkzeuge, um die Welt zu gestalten. Mit unterschiedlichsten Lernsettings wie den Projekten „Herausforderung" und „Verantwortung" lernen die SchülerInnen Verantwortung für die lokale Gemeinschaft zu übernehmen und beschäftigen sich im Unterricht mit globalen Themen auf lokaler Ebene. Die Stadt, die Kommune und das Umfeld der Schule spielt dabei eine immer größere Rolle als konkreter Bezugsort und praxiswirksamer Bildungspartner.

Historische Stadt- und Ortskerne: Bildungseinrichtungen mittendrin
Für ein erweitertes Bildungsverständnis und eine sozialräumliche Betrachtung bei der Konzeption, Neu-ausrichtung und Entwicklung von Schulstandorten und Bildungslandschaften plädierte auch Thomas Gräbel vom STUDIO URBANE LANDSCHAFTEN, Hamburg. In Kooperationsprojekten mit der Montags- und der Wüstenrotstiftung hat das Büro in den vergangenen Jahren Lern- und Bildungslandschaften erforscht. Je nach regionalem Standort (Stadt / Land) bestehen für Kinder und Jugendliche unterschiedliche Möglichkeiten der Teilhabe, Selbstwirksamkeit und Raumaneignung. Um sich die Perspektive der individuellen Bildungslandschaft zu erschließen, bedürfe es besonderer Formate der Kinder- und Jugendbeteiligung.

Am Beispiel der Stadt Siegen wurde deutlich, dass die Ansiedlung von Einrichtungen der Wissenschaft und Forschung wesentliche wechselseitige Entwicklungsimpulse ermöglichen. Unter erheblichem Erweiterungsdruck stehend, hatte die Universität bereits in den 90er Jahren Interesse an dem zentralen Standort ‚Unteres Schloss' bekundet. Der Umbau des Unteren Schlosses wurde im Rahmen des Hochschul-Modernisierungs-Programmes des Landes möglich. Zugleich legte die Stadt Siegen im Rahmen der Re-gionale 2013 das Projekt „Siegen - Zu Neuen Ufern" auf und bezog das Untere Schloss ein. Die neue Nutzung durch die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften trägt nun maßgeblich dazu bei, die Siegener Oberstadt neu zu stabilisieren und weiterhin zu  qualifizieren.

Historische Stadt- und Ortskerne: Lernen, Wissen, Erinnern für alle von 0-99
Möglichkeiten, die historische Stadt als Lernort, als Ort der Kommunikation und ganzheitlichen Erfahrung zu vermitteln, thematisierte Prof. Heinz-Dieter Heimann in seinem Vortrag. Er unterstrich in seinem Vortrag die „Historische Stadt" als Anliegen historischer Bildung und eine dazu intensivierte Kooperation zwischen der Stadt und Universitäten, um den Lernort, die Schulen und die Öffentlichkeit stärker noch darin zu integrieren. Über die Bedeutung der historischen Stadt im Schulunterricht und die Chancen au-ßerschulischer Lernorte hinaus stellte er auch die Frage: „Wem gehört die Stadt?".

Als Orte des Wissens und der Erinnerung spielen Museen seit jeher tragende Rollen. Doch Museen verändern sich, sie präsentieren interaktive und multimediale Ausstellungskonzepte. Das historische Museum Frankfurt erweitert diese interaktiven Ansätze und bezieht Bürger aktiv in die thematische Ideenfindung und Ausgestaltung seiner Ausstellungen ein. Damit wird das Ziel verfolgt, das Museum stärker in der Stadtgesellschaft zu verankern und ein für möglichst viele Bürger/innen und Besucher/innen der Stadt interessantes, v.a. aber auch relevantes Museum zu sein. Die dabei entstehenden Berührungspunkte zwischen den Lebenswelten der Bürger und der Institution Museum sind nach Ansicht Gessers für beide Seiten Basis wertvoller Lernprozesse.

Eine ähnliche Ausrichtung verfolgt das Programm „denkmal aktiv" der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Das Programm bietet einen Rahmen für schulische Projekte, die zu den unterschiedlichsten Themen der Stadtgeschichte forschen und arbeiten. Dr. Susanne Braun stellte heraus, dass die Herangehensweisen sind dabei ebenso unterschiedlich wie die Schulformen, Altersstufen der Schüler und Ergebnisse der Projekte. Durch die Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern leisten Programm und Projekte nicht nur einen Beitrag um die Stadt als außerschulischen Lernort zu nutzen, sondern stellen zugleich die Verbindung von  theoretischem Unterrichtswissen und praxisbezogenem Lernen dar.

1A-Lage für Bildung und Kultur: Historische Stadt- und Ortskerne in NRW
Die konkreten Vorzüge und Schwierigkeiten einer Schule im Ortskern einer historischen Kleinstadt wurde anhand der Schulstadt Bad Münstereifel thematisiert. Der langjährige Schulleiter Paul Georg Neft schildete die vielfältigen Handlungsfelder und Konfliktpunkte: Denkmalschutz gegenüber modernen Ansprüchen an eine "gute Schule", Schulleben im Gegensatz zu Kleinstadtleben und City-Outlet, Schülertransport in einem engen Stadtmauerring, Probleme mit Pausen, Parkplätzen und Barrierefreiheit.

In der ältesten Hochschule Westfalen, der Hohen Schule Steinfurt, ist heute das KulturForumSteinfurt ansässig, ein Verbund von Volkshoch- und Musikschule. Direktorin Barbara Herrmann stellte die Hohe Schule als zentraler Anlaufpunkt für Bildung und Musik in der Innenstadt dar. Damit nimmt das Haus heute einen entscheidenden Einfluss auf die Belebung der Innenstadt.

Das Hexenbürgermeisterhaus der Stadt Lemgo wird durch seine heutige Nutzung als Stadtmuseum als eines der wichtigsten bürgerlichen Zeugnisse der Lemgoer Baugeschichte wahrgenommen. Das Beispiel zeigt, dass Stadtgeschichte hervorragend in Baudenkmälern gezeigt und vor allem auch erlebt werden kann. Die öffentliche Nutzung ermöglichte laut Markus Baier, Geschäftsbereichsleiter Stadtplanung und Bauen der Alten Hansestadt Lemgo einen besonders sensiblen Umgang mit dem Gebäude.

Die Tagung wurde genutzt, den historisch geprägten Teil der Stadt Steinfurt - Burgsteinfurt - sowie das Schloss und dessen architektonische Weiterentwicklung zu besichtigen. Steinfurt war als Standort der ersten Hochschule Westfalens, der Hohen Schule, ein idealer Tagungsort. Ein kurzer musikalischer Bei-trag machte die Steinfurter Konzertgalerie Bagno als Ort für Kultur und Kunst erlebbar.

 

 

 

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02. September 2015
Arbeitsgemeinschaft reflektiert und blickt nach vorn

Memorandum II-Workshops starten

Arbeitsgemeinschaft der Historischen Stadt- und Ortskerne in NRW vor neuen Zielen und Aufgaben.

Stadtentwicklung in historisch geprägten Quartieren ist individuelle Maßarbeit. Lösungen von der Stange - anderswo erfolgreich erprobte und realisierte Instrumente - passen hier nicht. Strukturwandel, demografischer Wandel, Klimawandel, Digitalisierung, Barrierearmut - nun auch Integration und Inklusion - das Spektrum neuer Themen und Herausforderungen ist umfassend und entwickelt sich weiterhin dynamisch. Historisch geprägte Quartiere sind in besonderem Maße von diesen tiefgreifenden Entwicklungen betroffen - die Arbeitsgemeinschaft der historischen Stadt- und Ortskerne stellt sich diesen Aufgaben und denkt in die Zukunft.

Ein umfassendes Memorandum soll entstehen, dass Bilanz zieht und reflektiert, welche Meilensteine in Sanierung, Denkmalschutz und behutsamer Weiterentwicklung historischer Quartiere in NRW erreicht wurden - mithilfe der Städtebauförderung und dem Engagement der Städte. Im Mittelpunkt aber steht die Positionsbestimmung und inhaltliche Neuausrichtung der Arbeitsgemeinschaft. Unter Beteiligung aller Mitgliedsstädte werden in Workshops die relevanten Themen in den Kommunen identifiziert und auf Ebene der Regionalgruppen diskutiert. So entstehen regionale Themenportfolios, die abschließend in einem praktikablen Strategiepapier verdeutlichen werden, welche Handlungsfelder im Rahmen der AG-Arbeit zukünftig vertieft und durch Projekte, Forschungsaufträge und Veranstaltungen in die Praxis geführt werden sollen.

Um die Zukunft der Arbeitsgemeinschaft zu garantieren ist dieser Prozess stringent mitgliederbasiert. Allein auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass auf die besonderen Fragestellungen der Zukunft auch in den historischen Stadt-und Ortskernen mit maßgeschneiderten Lösungen geantwortet werden kann.

 

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01. September 2015
Exkursion nach Bad Münstereifel

Die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in NRW und das Netzwerk Innenstadt NRW haben gemeinsam am 20. August 2015 eine Exkursion zum City Outlet Center in Bad Münstereifel unternommen.

Über sechzig Teilnehmer beider Netzwerke machten sich auf dem Weg nach Bad Münstereifel, um dort mit städtischen Vertretern, Vertretern der IHK Aachen und den Betreibern vor Ort zu diskutieren. Thematisiert und ausgetauscht wurden die Auswirkungen und Erfahrungen nach einem Jahr Laufzeit des Outlet Centers. Anschließend gab es einen ausführlichen Rundgang durch die Innenstadt, in dem noch offene Fragen gestellt werden konnten.

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17. Juni 2015
Meilenstein für die Entwicklung der Historischen Stadt- und Ortskerne auf Mitgliederversammlung gelegt



Fusion der Arbeitsgemeinschaften: Ein Meilenstein für die Entwicklung der historischen Stadt- und Ortskerne

Werne an der Lippe - Einstimmig wurde im Rahmen einer gemeinsamen Mitgliederversammlung der Arbeitsgemeinschaften der Historischen Stadt- und Ortskerne die Fusion beider Städtenetzwerke beschlossen. Ein Meilenstein in der kontinuierlich gewachsenen Zusammenarbeit beider Netzwerke, der den besonderen Anforderungen an den Erhalt des kulturellen Erbes aber auch dessen behutsamer und zukunftsorientierter Weiterentwicklung Rechnung trägt.

Erklärtes Ziel der Arbeitsgemeinschaft Historische Stadt- und Ortskerne in Nordrhein-Westfalen ist es, das städtebauliche Erbe für künftige Generationen zu bewahren. Die Grundrisse und der Baubestand der historischen Stadt- und Ortskerne sollen umfassend geschützt, gepflegt und mit besonderer Sensibilität erneuert werden. Im Mittelpunkt steht dabei seit jeher der intensive Informations- und Erfahrungsaustausch zwischen den Fachämtern der Mitgliedsstädte und -gemeinden.

Komplexe Stadtentwicklungsfragen - Mischung von Funktionen, Optimierung der Verkehrssituation, Klimaschutz und Energieeffizienz, Gewinnung von Bewohnern und Nutzern für die Belebung der Stadtkerne, das Attraktiveren der Städte für Besucher oder die Bereithaltung touristischer und kultureller Angebote - stellen für die Historischen Stadt- und Ortskerne in NRW ganz besondere Herausforderungen dar.

„Wenn wir in den historisch geprägten Städten und Gemeinden für diese wichtigen Zukunftsaufgaben praktikable Lösungen finden und zugleich unser kulturelles Erbe schützen, sprechen wir von 56 Kommunen mit Modellcharakter, die zugleich Sprachrohr für die Stadtidentität in Nordrhein-Westfalen sind.", sagt Michael von der Mühlen, Staatssekretär im Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen. Es gibt bereits viele gute Beispiele, so der Staatssekretär weiter. So seien die Anstrengungen von Städten wie Rietberg oder Warendorf zum Einsatz regenerativer Energie im historischen Stadtkern sicherlich genauso wegweisend, wie der barrierefreie Ausbau einer topografisch anspruchsvollen Innenstadt wie in Warburg. Nicht zuletzt gäbe es bereits eine Vielzahl höchst beachtlicher interkommunaler Projekte, wie z. B. das Märkteprojekt von 12 Städten in Südwestfalen, bei denen die zentralen Orte der Innenstädte wieder zu Stätten des Handels, der Begegnung und des Austausches wurden oder eine Fortbildung für Stadtführer, die für alle Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft zentral durch die Stadt Nideggen organisiert wurde.

Die neuen Vorsitzenden der Arbeitsgemeinschaft Bürgermeister Christoph Sommer aus Lippstadt und Bürgermeisterin Margit Göckemeyer aus Nideggen unterstreichen dies und fordern  zugleich: „Es geht um den Erhalt der europäischen Stadt - um unser kulturelles Erbe. Das ist gerade für uns in Nordrhein-Westfalen fundamental! Aber Werterhaltung und Denkmalschutz sind Aufgaben von Dauer - und nicht allein kommunaler Selbstzweck. Wir sind weiterhin darauf angewiesen, diesen Aufgaben im Schulterschluss mit Land und Bund zu begegnen. "

Unter der Schirmherrschaft des Landes Nordrhein-Westfalen wurde die Arbeitsgemeinschaft Historische Stadtkerne im November 1987, die Arbeitsgemeinschaft Historische Ortskerne im Mai 1990 gegründet. Die enge Zusammenarbeit beider Verbünde ist durch gemeinsame Fachveranstaltungen und interkommunale Projekte kontinuierlich gewachsen.

Die Arbeitsgemeinschaft der Historischen Stadt- und Ortskerne gliedert sich per Beschluss der Mitgliederversammlung am 11.6.2015 zukünftig in sechs Regionalgruppen. Die Geschäftsstelle und Geschäftsführung sind bei der Kommune angesiedelt, die den Vorstandsvorsitz stellt

 

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