Historischer Stadtkern Lügde

Stadtgeschichte

"In villa liuhidi" feierte Karl der Große im Jahr 784 einst das Weihnachtsfest. Bis zur Stadtgründung von Lügde dauert es allerdings bis zum Jahr 1246. Die Grafen von Pyrmont legten die Stadt, wie viele andere Orte des Lipperlandes auch, nach dem lippischen Planschema einer mittelalterlichen Neugründung an. Der Grundriss ist noch heute sichtbar, die Stadtmauer und zwei Wehrtürme sind noch gut erhalten .

Das älteste Gebäude von Lügde steht in der Hinteren Straße, die Fachwerkbauten Nummer 10 aus dem Jahr 1609, Nummer 12 von 1612 und Nummer 14 aus dem Jahr 1669. Eroberungen, Brandkatastrophen und Überschwemmungen setzten der Stadt vor allem im 18. Jahrhundert zu. Nach dem Brand von 1797 , der in wenigen Stunden 240 Häuser in Schutt und Asche legt, entsteht der Wiederaufbau, der dem heutigen Stadtbild von Lügde entspricht. Besonders sehenswerte historische Bauten sind die Sankt Marienkirche von 1894, das ehemalige Franziskanerkloster, die Johanniskirche von 1864 und die beiden komplett erhaltenen Teile der Befestigungsanlage, der Brückentorturm und der Wehrturm im Winkel.