Historischer Stadtkern Monschau

Stadtgeschichte

Wer im 18. Jahrhundert etwas auf sich hielt, kaufte, wie Zar Peter III. von Russland, seine Tuchwaren in Monschau beim Tuchmacher Heinrich Scheibler. Die florierende Industrie beschert der Stadt und ihren Bürgern Reichtum und Wohlstand, der sich noch heute an den vielen imposanten Bürgerhäusern und Tuchmacherpalästen ablesen lässt. Markantestes Beispiel ist das "Rote Haus" von Scheibler, das, verziert mit Stuckelementen, frei schwebender Holztreppe über drei Etagen und prunkvollen Louis-Seize-Möbeln heute ein Museum beherbergt.

"Montjoie", so heißt Monschau im 12. Jahrhundert, ist zwischen 1226 und 1266 eigenständiges Territorium und gelangt nach der Regentschaft durch die Adelsfamilien Falkenburg und Schönforst 1433 an die Stadt Jülich. Belagerungen und Kriege zerstören die Monschauer Burg im 16. Jahrhundert. Das Eifelstädtchen fällt nach dem Dreißigjährigen Krieg schließlich an Pfalz-Bayern. Von den 380 denkmalgeschützten Gebäuden stehen 270 in der Altstadt, die nicht zuletzt durch die vollständig erhaltene Schieferdachlandschaft ihren besonderen Charakter erhält.