Historischer Stadtkern Lügde

Stadtportrait

Die "Stadt der Osterräder", so wird Lügde wegen des traditionellen Brauches am ersten Ostertag genannt, wenn fünf brennende Eichenholzräder mit Stroh gestopft bei Einbruch der Dunkelheit vom Osterberg gerollt werden. Lügde liegt unweit des Köterberges, mit rund 500 Metern die höchste Erhebung Lippes.

Kennzeichen der Stadt sind die frühklassizistischen Fachwerk-Ackerbürgerhäuser mit ihren typisch hallenartigen Deelen, die Stadtbefestigung und natürlich die beiden erhaltenen Tortürme.

Bei einem Besuch der historischen Altstadt lohnt ein Blick in das Heimatmuseum, das einen Überblick über die Stadtgeschichte bietet. Das Dechenmuseum im früheren Feuerwehrgerätehaus zeigt alles Wissenswerte zur Geschichte des Osteräderlaufes.

Einen Abstecher in den Ortsteil Elbrinxen lohnt ebenfalls. Dort steht die evangelisch-reformierte Kirche aus dem 12. Jahrhundert mit Langschiff und Turmanlage. Besonders wertvoll ist die Kanzel aus dem Jahr 1562, deren Seitenfelder geschnitzte biblische Motive zieren. Elbrinxen hat mit der 1000-jährigen Linde eines der schönsten Naturdenkmäler Deutschlands.

Die Kilianskirche in Lügde ist die älteste romanische Kirche in Lippe. Im Jahre 784 feierte Karl der Große im Vorgängerbau das Weihnachtsfest. Im 12. Jahrhundert wurde die Kirche zur dreischiffigen romanischen Gewölbebasilika ausgebaut. Bis zum 13. Jahrhundert besaß die Kilianskirche die Pfarrrechte, danach gingen diese an die neue Stadtkirche St. Marien im Ortszentrum. Die Kilianskirche wurde daraufhin jedoch weiterhin als Begräbniskirche genutzt. Nach 12-monatigen Restaurierungsarbeiten wurde die denkmalgeschützte Kirche im Mai 2011 wieder geöffnet.